Hochwasser 2013

Das Gebiet der Deichrückverlegung mit Blick in Richtung Lenzen.
In der Bildmitte sind die Reste des alten Deiches zu sehen.
Foto: Nora Künkler

 

Lenzener Deichrückverlegung führt beim Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 zu erheblicher Entlastung

Die derzeit größte funktionsfähige Rückverlegung eines Flussdeiches in Deutschland in der Lenzener Elbtalaue hat beim jüngsten Extremhochwasser deutliche Wirkung gezeigt: Während der Hochwasserscheitel im Elbabschnitt zwischen Wittenberge und Boizenburg zwischen 50 und 80 cm höher ausfiel als 2002, waren in Schnackenburg nur Steigerungen von weniger als 30 cm zu verzeichnen. Diese erhebliche Entlastungswirkung flussaufwärts dank der Deichrückverlegung bei Lenzen konnte seit Fertigstellung des Projektes in 2010 nun bereits zum zweiten Mal belegt werden.

Hochwasserspitzen

Stand: 11.06.2013, pegelonline.wsv.de
Grafik: Damm KIT / Trägerverbund Lenzen e. V.

Mit dem Neubau des sieben km langen Deiches im Hinterland und der Abtragung des alten, flussnahen Deiches in sechs Abschnitten wurden im Naturschutzgroßprojekt „Lenzener Elbtalaue“ insgesamt 420 Hektar Überschwemmungsfläche für die Elbe wieder gewonnen. Ziel war neben der Schutzfunktion bei extremem Hochwasser die Entwicklung einer vielfältigen, naturnahen Auenlandschaft mit Auwaldpflanzungen, der Schaffung von Flutmulden und einer extensiven Beweidung mit Wildpferden.

Dem BUND ist es gelungen, gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Land Brandenburg ein beispielgebendes Modellvorhaben für einen ökologischen Hochwasserschutz umzusetzen.

Hochwasser 2013

Der überschwemmte Auwald in der Deichrückverlegung.
Im Hintergrund Stadt und Burg Lenzen.
Foto: Jan Schormann