Öffentlichkeitsbeteiligung: Das Moderationsverfahren

Am Anfang des Projektes in der Phase I wurde parallel zur Planung des Naturschutzgroßprojektes ein öffentliches Beteiligungsverfahren durchgeführt. Dieses diente der Information aller vom Projekt Betroffenen und der allgemeinen Öffentlichkeit über die Ziele und Maßnahmen des Projektes. Es wurde darin das Vorhaben erläutert, Planungen vorgestellt und diskutiert sowie Ideen und Anregungen, Kritiken und Befürchtungen aufgenommen und diskutiert. So wurden zum Beispiel Varianten bei der Wegeplanung diskutiert und abgestimmt. Neben der Wegeplanung waren vor allem die Jagd und die Angelfischerei wichtige Schwerpunkte des Moderationsverfahrens. Ergebnis der intensiven Diskussionen mit den lokalen und regionalen Vertretern der Angelfischerei war ein erheblicher Vertrauensgewinn nach zuvor sehr großen Vorbehalten. Zudem wurde eine freiwillige Vereinbarung getroffen, in der eine Winterangelruhe für einige wenig genutzte und naturschutzfachlich bedeutende Abschnitte des Elbeufers vereinbart wurde.

Für die Einbindung der Ideen und Bedürfnisse der Region wurde des ein Moderationsverfahren durchgeführt.

Das Verfahren wurde durch eine externe Moderatorin, Frau A. Knierim (Müncheberg) durchgeführt. In öffentlichen und teilöffentlichen Veranstaltungen in Form von Gesprächen, Führungen und Diskussionen mit Betroffenen, Vertretern von Interessengruppen wie Anglern und Jägern, Behörden und weiteren Projektinteressierten gelang es, eine möglichst hohe Transparenz des Vorhabens zu erzielen. Die Ergebnisse des Moderationsverfahrens wurden in das grundlegende Planwerk des Projektes, den Pflege- und Entwicklungsplan, übernommen. Da im Laufe eines so großen Projektes natürlich immer Änderungen und Anpassungen auftreten und auch immer wieder neue Fragen gestellt werden und z.T. diskutiert werden müssen, ist die Öffentlichkeitsarbeit ein fortlaufender Prozess über die gesamte Projektlaufzeit.

Moderation