Stromtalwiesen – buntes Grünland am Fluss


Färberscharte (Serratula tinctoria)

Brenndolde (Cnidium dubium)

Das Grünland der großen Flusstäler ist etwas ganz Besonderes: Die extremen Lebensbedingungen von winterlicher Überschwemmung und Sommerdürre haben durch jahrhunderte lange Wiesennutzung einen eigenen Grünlandtyp hervorgebracht. Hier kommen viele Pflanzenarten vor, die sonst nirgends in unserer Landschaft wachsen. Viele davon sind so genannte ‚Stromtalarten’, die sich entlang der Flüsse mit dem Wasser verbreiten und somit nur innerhalb der Stromtäler vorkommen. Sie bilden in der Aue eine typische Wiesenvegetation aus.

Intensive Landwirtschaft hat diese artenreichen Wiesen heute weitgehend verschwinden lassen. Durch Öffnen vorhandener verarmter Grünlandbestände (mittels Pflügen, Scheiben, Eggen) und Aufbringen von Stromtalwiesen-Heu ("beimpfen") und anschließende Mahdnutzung sollen die vielerorts verschwundenen Arten wieder verbreitet werden. Auf einer Fläche von insgesamt 5 ha wird an 5 Standorten die Entwicklung artenreicher Stromtalwiesen gefördert.

Brenndoldenwiese mit Blühaspekt der Brenndolde
Flächenvorbereitung
1. Bearbeitung mit Scheibenegge 2. Bearbeitung mit Kreiselegge
3. Vorbereitete Impfflächen 4. Auftragen des artenreichen Schnittgutes